TROPHEE Vintage 2020 in Brioude

18. Sep, 2020

 Liebe Klassik Freunde, Es fällt uns  sehr sehr  schwer diese Entscheidung zu treffen.

Aber die rasante Entwicklung der Corona Infektionen in Frankreich auch bei uns in den letzten 10 Tagen haben unter uns zu vielen Diskussionen Für und Wider unserer Teilnahme geführt.

Fakt ist jedenfalls, einige unter uns haben oder leiten noch Firmen mit vielen Mitarbeitern und haben auch noch ältere Familienangehörige welche es zu schützen gilt.

Wir können noch so viel Vorsichtsmaßnahmen beachten, bei einer theoretischen Annahme dass in dem kleinen Brioude 520 Fahrer mit nochmal ca. 500 Helfern aus aller Herren Länder anreisen, läßt es sicher nicht gewährleisten das alle die Corona Regeln einhalten. Dazu kommen noch die Organisations Personen und die sicher vielen Besucher welche durch die intensive Bewerbung vom Moto-Club Brioude informiert  wurden. Was wir im Prinzip ja alle wünschen, denn wer fährt nicht gern vor großem Puplikum. Aber im Zeichen der sog. 2 Corona Welle ist das für mich und meine Klassik Kameraden ein großes Risiko. 520 Fahrer müssen durch die Papier+ Techn. Abnahme das zieht sich über mehrere Std. auf engstem Raum hin. Auch hier  kann keiner  sicher sein dass sich alle, auch wir nicht, an alle Corona Regeln halten.

Wir Klassik Fahrer sind eine große Familie und sind deshalb auch beim Service auf unsere Familien und Frauen angewiesen. Einige davon sind auch noch fest im Berufsleben tätig. Und  damit haben nun leider einige ein massives Problem ihren Chefs zu erklären dass sie für 8 Tage in ein vom R.K.I ausgewiesenes Risikogebiet wegen einer Oldtimer Veranstaltung einreisen und anschließend noch wieviel ? Tage in Quarantäne gehen müssen. Bei  Negativen Tests normalerweise kein Problem. Aber wer übernimmt die Verantwortung bei Positiven Tests und Möglicherweise unbewusst angesteckten Verwandten oder Berufskollegen? Ich kann und will  das Risiko nicht eingehen den Virus auch ohne Symtome mit zu bringen und schlimmstenfalls meine Nachbarn und direkten Verwandten anzustecken.

Es tut mir in der Seele Weh nicht an diesem 40 Jahre Event teilnehmen zu können schließlich haben wir uns schon über 8 Monate darauf gefreut.

Aber unser aller Gesundheit ist uns/mir  wichtiger oder? Im nächsten Jahr sollte es laut R.K.I einen Impfstoff und mehr Medicamente gegen Covit 19 geben.

Eine Verschiebung des 40 Jahre Treffens in Brioude auf 2021 wie es viele andere Veranstalter ebenfalls vollzogen haben wäre Sinnvoll gewesen und ein Veranstalter mit einem Plan B hätte das Nenngeld behalten können und wir alle wären zufrieden gestellt und hätten uns auf 2021 gefreut. Auch auf die Gefahr hin hier als Weichei bezeichnet zu werden habe Ich und meine Freunde  aus diesen Gründen beschlossen unsere Teilnahme an dieser  Veranstaltung abzusagen.

 

 

8. Sep, 2020

Die RM 100 in Aktion

8. Sep, 2020
8. Sep, 2020

Nachdem die Österreicher ihre für den 5.Juni geplante Klassik Fahrt auf den 5.-6.September verschieben mussten haben doch noch eine Handvoll Deutsche Enduro Klassiker die lange Anreise in die Steiermark auf sich genommen um an der 30ten ESA 2 Tage Fahrt in Neumarkt teil zu nehmen. Und es hat sicherlich keiner bereut. Wir hatten Traumhaftes Wetter und ein Landschaftspanorama ohne gleichen. Es gab zwar kein tel. Netz aber dafür eine 50km Runde mit Wasserdurchfahrten einigen knifflichen Wurzelauffahrten und einer Kiesgruben Sonderprüfung vom Feinsten. Da war alles drin was das Herz begehrt Wasser, Schlamm, Trialsektionen und Schotterauffahrten nicht ganz ohne. Die Zeiten von 3.45min bis über 9 Minuten sagen alles aus. Trotz Corona waren ca. 100 Fahrer am Start. Ein Junger Hoffnungsvoller Nachwuchs 22 J. mit einer Originalen YAMAHA XT600 Tenere Bj.1984 und der Jüngste mit einer DT125R .

Wie der die Tenere über die Wurzel hochgewuchtet hat, hätte ich gern gesehen. Hut ab er kam durch. Die Über 65er Klasse war fest in Deutscher ESD Hand Platz 1-4 wobei man schon sagen darf in der SP war Hubraum und Leistung durch nichts zu ersetzen. Der Schießlbauer hat uns schwer hergebrannt. Von den restlichen Gesamt 6 Klassen wurden 4 aus Deutschen Landen gewonnen. Hoffe die Österreicher lassen uns nächstes Jahr Trotzdem wieder fahren. Gesamtsieger und Tagesschnellster war wie zu erwarten der Veranstalter KTM Berni Walzer. Er hats verdient, schließlich hat die ganze Verantwortung  und Vorbereitungsarbeit übernommen. 2 mal Genehmigungen trotz Corona und 44 Grundstückseigner zu überzeugen war sicher nicht ganz einfach. Ich habe heute beim auswerten der Bilder beinahe noch einen kleinen Herzkasper erwischt. Denn in der ZK 1 letzte Runde hab ich bemerkt dass an meiner SUZUKI Gabel rechts ein wichtiges Ersatzteil fehlte nämlich der untere Alubügel der Achsbefestigung Vorderrad. Hab das mit Hilfe von ein paar Kabelbindern versucht wenigsten für die Psyche ein bisschen zu befestigen um die Etappe bis zur Sonderprüfung wie auf rohen Eiern zu fahren. Dann schnell noch ins Fahrerlager um mittels zweier Hydross Büchsen und 8er Mutter die Achsfaust improvisiert angeschraubt, anschließend die SP gefahren auch noch die 5 min Mauer geknackt. Grad schee wars und nun muss ich anhand der Bilder vom Samstag feststellen dass ich scheinbar schon am Samstag die Muttern verloren hatte. Puhh das war knapp, wer hat denn da über 100km mein Vorderrad immer festgehalten? So eine 44 Jahre alte SUZUKI hat halt Qualität. Es war rundum eine gelungene Veranstaltung und der allwissende Strecken Unterhaltungs Sprecher R.Kocher hat auch wieder sein Bestes gegeben. Herzlichen Dank an alle Helfer und Funktionäre.

1. Aug, 2020